ob hierher auch got. gawi `Land, Gegend', ahd. gawi, nhd. Gau, ags. ge:, usw. aus *g^h@u_iom mit a"hnlicher Bed. -Entw. wie bei gr. ,
(s. u. g^he:i- `fehlen; verlassen') und arm. gavar `Landstrich, Gegend'? Oder aus germ. *ga-awja (zu akw|a:, oben S. 23) `Landschaftam Wasser'?
Ahd. goumo m. (*g^h@u-men-), giumo (*g^he:u-men-) `Gaumen', ablaut. anord. go:mr `Zahnfleisch, Gaumen', ags. go:ma (engl. gums `Zahnfleisch'), ahd. guomo (*g^ho:[u]-m-) `Gaumen'; u"ber lit. gomury~s s. unten;
dazu wohl aisl. geyja `bellen, schelten, spotten', ags. gi/egan `schreien', aisl. go-ga: `Gottesla"sterung', hund-ga: `Bellen' und die Weiterbildungen aisl. gauta `schwatzen, prahlen', ndld. guiten `ausschelten, spotten', nhd. dial. gauzen, ga"uzen `bellen, schreien', got. gauno:n `klagen, trauern', aisl. gaula `heulen'; u"ber lit. gau~sti s. unter gou- `rufen, schreien'. Trotzdes nichtpalatalen Wurzelanlauts (s. oben u"ber lit. gomury~s) ko"nnte es hierher geho"ren, da viele urspru"ngl. palatale Gutturale litauisch als g, k erscheinen.
Weiter in der Bedeutung `ga"hnen' mit l-Formans (: gr. -) vielleicht hierher mhd. giel m. `Rachen, Schlund', anorw. -gjo:l in Ortsnamen? sowie norw. dial. gyl `Kluft, Felskluft' (*gulja-; so auch schwed. go"l `Pfu"tze, Tu"mpel', mhd. gu"lle `Lache, Pfu"tze', mnd. go"le, goel `Sumpf' als `Ho"hlung, in der sich Wasser angesammelt hat'?).
Das| nhd. Gosche, Gusche, ndd. goske, guske `gros|es Maul' als sk-Bildung hierher geho"re oder aber etwa mit ai. gho:/s.ati `ruft, schreit' verwandt sei (s. Persson Beitr. 116 f. ), ist bei einem Trivialausdruck ohne verfolgbare Geschichte nicht wahrscheinlich;
balt. *ga:muri_a- m. `Gaumen' in lit. gomury~s, Gen. go/murio m. , auch gomere`~ (Akk. go/mere,) f. ; lett. ga:murs m. `Luftro"hre, Kehlkopf' (nur bei Miez^inis zweifelhaftes guomurs); eine lautgesetzliche Entsprechung zu nhd. Gaumen erga"be lit. lett. u/o (balt. o:); vielleicht im Vokalismus german. beeinflus|t; zum g- vgl. oben S. 18 Anm.
Eine Erw. g^heubh- in aisl. gaupa f. `Luchs' (wohl eig. `der lechzende, gierige', wie ags. earn-ge/ap `Edelfalke'), ablaut. norw. dial go:>p `Schlucht, Abgrund'; ags. ge:ap `weit, gera"umig';ge:opan `verschlingen', aisl. gaupn f. `die hohle Hand', ahd. goufana ds. , wozu lit. z^iu\psnis `etwas weniger als eine Handvoll'; vgl. noch Persson Beitr. 835 m. A. 2.
References: WP. I 465 f. , WH. I 470, Trautmann 77. Page(s): 449
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